In meinen Kursen erlebe ich immer wieder Teilnehmer die ihr Pferd mit einem Knotenhalfter führen.

Wenn ich die Teilnehmer nach dem Grund Frage, warum sie mit dem Knotenhalter ihr Pferd führen, kommt häufig die Antwort: Wir machen doch Horsemanship.
  

Früher habe auch ich häufig das Knotenhalfter in meiner Ausbildung verwendet – auch ich war dem Gedanken verfallen – Horsemanship = Knotenhalfter.

Seit einiger Zeit rudere ich zurück und benutze vorwiegend das Stallhalfter in meiner Ausbildung.

Als ich mich am Anfang meiner Ausbildung mit dem Thema Horsemanship/Bodenarbeit befasste, war eine der Kernlehren im Horsemanship, “das richtige Verhalten fürs Pferd angenehm, das falsche Verhalten unangenehm“ zu machen.

Das Knotenhalfter soll dabei direkt und präzise auf den Pferdekopf einwirken.

Die Seile des Knotenhalfters sind dabei sehr dünn, der Druck der auf den Pferdekopf wirkt, ist so stark, dass es eher kontraproduktiv für die Ausbildung des Pferdes ist. Meine Erfahrung als Trainer lässt mich zu der Auffassung kommen, dass das Knotenhalfter nicht in Anfängerhände gehört.

Ray Hunt schrieb in seinem Buch „Erfahrung kann man nicht lehren“.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch mit einem gut sitzenden Stallhalfter fein mit dem Pferd kommunizieren kann.

Die Breite Auflagefläche des Stallhalfters ist angenehm und führt weniger zu einem überhöhten Druck auf den Pferdekopf.

Probiert es doch einfach mal für euch aus und macht eure eigenen Erfahrungen. Ersetzt das Knotenhalter gegen das Stallhalfter und seht ob es nicht auch ohne Knotenhalfter funktioniert.

 

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